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Sulcus ulnaris Syndrom

Das Sulcus-ulnaris Syndrom ist ein Nervenengpasssyndrom des Nervus ulnaris (Ellenbogennerv) im sogenannten Kubitaltunnel, der an der Innenseite des Ellenbogens verläuft.

Dieser Tunnel kann durch verschiedene Ursachen eingeengt werden (z.B. Anschwellen der Sehnen und Gelenke bei Überlastung, Fehlstellung nach Knochenbrüchen, Arthrose, Rheumatoide Arthritis u.a.m.) Die Einengung des Nerven verursacht bei den betroffenen Patienten Kribbeln, zunehmende Taubheit und elektrisierende Missempfindungen im Bereich der Unterarminnenseite sowie im Klein- und Ringfinger.

Erste Hinweise ergeben sich durch eine zielgerichtete Untersuchung, die Sicherung der Diagnose erfolgt durch die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit bei einem Neurologen.

Wenn nur eine geringe Irritation des Nerven besteht, sollte zunächst konservativ behandelt werden. Neben dem Vermeiden von belastenden Tätigkeiten gehört das nächtliche Tragen einer Ellenbogenschiene zum Behandlungskonzept, um das Abknicken im Ellenbogengelenk zu vermeiden und den Nerven damit zu entlasten. Bei Versagen der konservativen Therapie, bei neurologisch gesicherter fortgeschrittener Schädigung des Ellenbogennerven oder zunehmender Muskelschwäche sollte eine Operation erfolgen. Das Operationsprinzip besteht in der Entlastung (Dekompression) des Nerven vom unteren Anteil des Oberarms über den Ellbogen bis zum oberen Anteil des Unterarms, durch diese Dekompression erhält der Nerv mehr Raum und kann sich erholen.

Der Eingriff erfolgt i.d.R. ambulant, der Ellenbogen wird zunächst mit einer Schiene ruhiggestellt, die Hand und die Finger können nach der Operation sofort wieder bewegt werden.


Tennisellenbogen (Epikondylitis humeri radialis)

Im Praxisalltag begegnet uns der Tennisellenbogen bis zu 20mal häufiger als der Golferellenbogen und gehört zu den häufigsten orthopädischen Krankheitsbildern überhaupt.

Die beim so genannten Tennisellenbogen auftretenden Schmerzen haben ihre Ursache in einer Überlastung der Sehnenansätze an der Außenseite des Ellenbogens. Tatsächlich werden die Beschwerden nur im Ausnahmefall durch Tennisspielen hervorgerufen. Oft handelt es sich um eine akute Überlastung, weil eine ungewohnte Tätigkeit zu intensiv oder zu lange durchgeführt wurde (z.B. Holz hacken, Renovierung etc.). Auch chronische, d.h. immer wiederkehrende Überlastungen, wie z.B. Arbeiten mit der Maus am PC, können zu diesem Krankheitsbild führen.

Eine wichtige Voraussetzung für das Ausheilen des Tennisarms ist, dass der gereizte Sehnenansatz entlastet wird. Tätigkeiten, die Schmerzen auslösen, müssen deshalb vermieden, die Unterarmmuskulatur muss regelmäßig gedehnt werden. Mit einer Epicondylitis-Bandage wird die Belastung am Sehnenansatz reduziert und dadurch die Heilung gefördert. Lokale Eisanwendungen und physiotherapeutische Maßnahmen helfen, die Reizung am Sehnenansatz zu bekämpfen. Eine antientzündliche Behandlung mit Medikamenten kann grundsätzlich erfolgen. Bei stärkeren Beschwerden können gezielte Injektionen an den gereizten Sehnenansatz mit einem entzündungshemmenden Präparat (niedrig dosiertes Kortisonpräparat) die Beschwerden lindern.

Die operative Behandlung des Tennisarms steht am Ende der Behandlungsfolge und sollte nur dann erfolgen, wenn sich trotz längerfristiger intensiver konservativer Therapie mit Dehnung, Physiotherapie und medikamentöser Behandlung keine dauerhafte Beschwerdefreiheit für den Patienten erreichen lässt. Bei der Operation wird das entzündlich degenerierte Gewebe im Sehnenansatzbereich entfernt, die Strecksehnen werden teilweise vom Knochenansatz am Ellenbogen gelöst, dabei werden schmerzübertragende Nerven der Knochenhaut verödet.


Golferellenbogen (Epikondylitis humeri ulnaris)

Analog der Schmerzentstehung beim Tennisellenbogen kommt es durch Fehl- oder Überbeanspruchung beim Golferellenbogen an der Innenseite des Ellenbogengelenkes zu mitunter erheblichen Schmerzuständen.

Sämtliche Therapieansätze des Tennisellenbogens werden auch beim Golferellenbogen angewandt, wobei sich sämtliche Anwendungen/ Behandlungen auf die Innenseite des Ellenbogengelenkes fokussieren.


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